Beiträge von Flipper

    Dass die Korallen weiss werden dürfte das Problem mit dem Phosphat sein. Wenn noch Adsorber im System ist, bitte den Filter rausnehmen. Jeden Tag Phosphat messen, bis der Wert wieder ansteigt.


    Den Filter bitte reinigen, das Granulat kannst Du kurz spülen und trocknen lassen, wenn es nur kurze Zeit drin war.

    Wenn der Phosphatwert 0,05 erreicht kannst Du mit einem Viertel der Füllung wieder anfangen. Soweit für die Korallen.


    Bei den Fischen ist es schwieriger, da ich nicht sehe, was dort genau vorgeht. Wenn es von Gammel aus verschlammten Zonen rührt, die sich zersetzen wäre ein Einsatz ein Easylife oder einfach eine gute Handvoll Zeolithpulver zum Binden der Gifte gut. Das nebelt zwar das Becken ein, sollte aber Ammonium binden. In der Hoffnung, dass dies das Problem ist.


    Wichtig ist, dass alle toten Fische und Korallen rauskommen.

    Ich vermute mehrere Probleme auf einmal, die sich überlappen. Der Phosphatwert ist auf Null gekracht, da muss ein zu viel Adsorber drin sein, gleichzeitig ist irgendwo ein Gift in das Wasser gelangt. Wenn sich an Technik und Futter nichts geändert hat kann das eigentlich nur von Gammel kommen, wie dem Filter, der abgeschaltet wird und später, wenn sich Gifte gebildet haben, dann eingeschaltet wird.

    Hallo Stephan,


    das erste, was ich bei Phytoplankton tun würde ist, den Phosphat- und Nitratgehalt zu messen. Bei den Werten, die Du angegeben hast, sollte das aber nicht der Fall sein, dass Du das Becken mit dem Phyto düngst.


    Trotzdem hast Du einen totalen Phosphatausfall von Übermaß auf NUll.

    Hallo Stephan,


    das tut mir leid für Dich. Kannst Du Ammoniak/Ammonium messen? Das wäre für mich die einzige Erklärung, wenn die Wasserwerte ordentlich aussehen. Moment mal, PO4 Null?!?


    Hast Du eine Brachialmenge Phosphatadsorber reingeprügelt? Oder den Filter angeschaltet nach tagelanger Pause? Das wäre die Erklärung. Ich hatte im vorigen Beiträg die Senkung auf 0,1 empfohlen.


    Was genau hast Du da gemacht?!?

    Wo siehst Du eine "große frei gewordene Stelle"? Egal, die Anemone wird schon dafür sorgen, dass so eine Stelle geschaffen wird...:thumbsup:

    Hallo Stephan,


    das ist jetzt ein Haufen von Sachen in Deinem Beitrag, die teilweise nichts miteinander zu tun haben und auch nicht über Ursache Wirkung gekoppelt sind.


    1) Nitrat ist nicht schädlich, sondern notwendig in der richtigen Menge, auch im Süßwasser. Dort wirst Du aber meist deutlich höhere Mengen Nitrat haben. Worauf Du anspielst ist wahrscheinlich Nitrit, die Vorstufe von Nitrat bei der Oxidierung. Dieses ist in Süßwasser giftig, wird jedoch in Salzwasser durch Fluorid verdrängt und ist deshalb wenig gefährlich in Meerwasser. Daher ja auch der Rat, bei Nitritvergiftungserscheinungen das Süßwasser etwas aufzusalzen, um es durch Fluorid zu verdrängen.


    2) Nitrat sollte nachweisbar sein, also mindestens 1-2mg/l, bis zu 10mg/l ist kein Problem, über 20 sollte man Maßnehmen zur Senkung ergreifen, etwa durch Wasserwechsel.


    3) Aktivkohle zieht vor allem einige unerwünschte und leider auch erwünschte Stoffe aus dem Wasser. Unerwünschte Stoffe sind z.B. die Gelbstoffe oder Nesselgifte, teils auch Schwermetalle, erwünschte, die man lieber behalten möchte sind z.B. Jod, was durch Aktivkohle gefiltert wird. Manche Fische und Korallen können durch eine Überdosis Aktivkohle Schäden zeigen. Mit Nitrat und Phosphat hat das nichts zu tun. Bestenfalls wirkt Aktivkohle als biologische Filter durch die große Oberfläche, wenn sie schon zu lange im Wasser ist.


    4) Wie willst Du den Phosphatwert von jetzt 0,25 mg/l auf die von mir empfohlenen 0,1mg/l senken, wenn Du den Filter abschaltest? Das geht nur durch Wasserwechsel oder eben den Einsatz von Phosphatadsorber. Also bitte nicht abschalten, sondern den Adsorber austauschen, wenn er mehr als 2 Wochen drin ist oder etwas mehr einfüllen.

    Filter abschalten ist eine tückische Sache im Meerwasser, weil ohne Durchfluß sich gerne sauerstoffarme Zonen bilden, wo dann sich Schwefelwasserstoff bilden kann. Dieser ist sehr giftig und kann den gesamten Bestand töten, wenn dann nach ein paar Wochen ein Filter einfach wieder eingeschaltet wird. Von daher bitte Filter nicht einfach abschalten, sondern immer aus dem Kreislauf nehmen und leeren, wenn sie auf längere Zeit (mehr als ein paar Tage) nicht verwendet werden sollen.


    5) Die UV-Anlage hat NICHTS mit dem Sterben der Algen im Refugium zu tun! Wie soll dies auch funktionieren, da die Strahlung nur das Wasser erreicht, welches durch die UVC-Röhre fliesst und nicht im Refugium arbeitet. Die UVC-Strahlung wirkt somit auch nur gegen die Schwebealgen und Bakterien in der Wassersäule, nicht gegen die im Refugium wachsenden Algen.

    Für das Sterben der Algen solltest Du also bei den Wasserwerten, Strömung und Beleuchtung suchen, nur dort kann die Ursache liegen.


    Was nicht schaden kann ist ein Wasserwechsel von etwa 30 Prozent, drei Wochen lang jede Woche.

    Hallo Stephan,


    warum willst Du auf Minimalpegel zurück?!? Das sind genau die Gewaltkuren, die dem System den Rest geben!!

    Das ist ein biologisches System, kein technisches, wo Du am Schaltpult ein paar Hebel umlegst.


    Deshalb: gehe zuerst auf 0,1 mg/l zurück und halte den Pegel dort mal für etwa zwei Wochen. Dann kannst langsam Du auf etwa 0,05 zurückgehen und den Wert dort halten. Was Du nicht tun solltest ist den Wert ständig hin und herschwanken zu lassen in der Art Adsorber rein, Wert knallt auf 0,02 nieder, dann steigt er bis 0,15 bis Adsorber gewechselt wird und der Wert auf 0,02 wieder runterknallt. Das musst Du absolut vermeiden!

    Stephan,


    schau Dir mal Deinen Beitrag oben noch einmal an. Du hast 0,25 Phosphat geschrieben. Wenn Du jetzt nur noch 0,025 Phosphat hast, dann bist Du wieder nahe der Nachweisgrenze. Ist das ganze dann noch recht fix gegangen war die Änderung zu schnell.


    Wie sieht es bei Nitrat aus, ist das auch nahe der Limitierung? Dann würden die Symptome passen.

    Wie Ben schon erwähnte, bei einem Phosphatwert von über 0,2 mg/l braucht man nicht mehr viel suchen. Ab dem Wert sind mir nicht nur Steinkorallen gestorben, sondern selbst auch Pilzkorallen.

    Senke den Phosphatwert mal auf 0,1mg/l ab und halte ihn dort. Weniger würde ich nicht riskieren.


    Wenn Du den Wert dort halten kannst sollten sich die Korallen stabilisieren.

    Hallo Stephan,


    das kann leider einige Ursachen haben:

    - zuviel Phosphat

    - Nährstoff-Limitierung (zu wenig Phosphat)

    - kH schwankt zu viel, liegt falsch

    - pH schwankt zu viel, liegt falsch


    Das alles lässt sich recht gut messen.


    Weniger einfach: zu hoher Kohleeinsatz, fehlende Spurenelemente (letzte ICP?)


    Wenn nichts hilft hilft ein Wasserwechsel. Das ist immer die Daumenregel.

    Hallo Matthias,


    ich würde es auch als sinnvoller sehen, ein Becken gebraucht mit Ablaufschacht zu nehmen als das Emmel-Becken mit Gewalt auf Meerwasser zu trimmen.


    Bei der Besatzdichte gibt es einen verborgenen tückischen Trick: am Anfang bis zu etwa ein Jahr nach dem Start wird ein guter Teil des biologischen Umsatzes über Bakterientätigkeit abgewickelt, nicht über das Korallenwachstum. Es sieht dann aus, als ob man eine relativ hohe Fischdichte im Aquarium halten kann. Allerdings nimmt dieser Effekt nach 6-9 Monaten stark ab und "plötzlich und unerklärlich" steigen die Nährstoffwerte im Becken, bis sie außer Kontrolle geraten und der Aquarianer verzweifelt mit Wasserwechseln, Phosphatadsorber und ähnlichem am Kämpfen ist, um das Becken im Gleichgewicht zu halten.


    Von den Fischen passt die Auswahl einigermaßen, aber alles zusammen ist definitiv zu viel für ein ADA-90P. Selbst bei einem Reefer-250 wäre das schon sehr viel und nur in der vollen Besetzung möglich. Diesen wirst Du aber erst einsetzen können, wenn das ganze Becken wirklich mit Korallen gefüllt ist und stabil läuft.


    Dein Gefühl täuscht Dich nicht, Meerwasserbecken sind sehr teuer, nicht nur in der Technik, sondern vor allem auch im Besatz. Eine grobe Richtschnur ist 10 Euro pro Liter Beckenvolumen für ordentliche Ausstattung, allein für die Technik ohne Besatz. Hübsche Korallen im Becken verdoppelt den Endpreis locker auf das Doppelte.

    Hallo Matthias,


    herzlich willkommen hier im Forum!


    Insgesamt sieht die Planung gar nicht schlecht aus, nur bin ich mir unsicher, ob dies die Erwartungen erfüllt. Ein schönes Weißglasbecken (ADA-90P?) und dann die viele Technik, welche den Eindruck wieder kräftig stört. Wenn Du Dir die viele Technik anschaust, welche an das Becken angeflanscht wird, wirst Du schnell bemerken, dass Du bei dem Jumpguard sehr viele Aussparungen einplanen musst.

    Ich würde den Jumpguard vorerst weglassen, bis das Aquarium wirklich läuft. Danach kannst Du dann deutlich besser planen.


    Bei den Fischen wird das sehr eng. Im Meerwasser ist die biologische Last, welche ein Aquarium verkraften kann, deutlich geringer als bei einem Süßwasser-Becken. Entsprechend solltest Du Dir darüber klar sein, dass Du bei einem Becken dieser Größe sehr schnell an das Limit stossen wirst. Im Prinzip kann man es so ausdrücken: der Preis eines Fisches ist am wenigsten der Anschaffungspreis, sondern viel mehr der Preis für die Korallen, welche notwendig sind, um durch ihr Wachstum die Nährstoffe aufzunehmen, welche der Fisch verursacht.

    Du holst Dir einen Fisch für 30 Euro und musst dann Korallen für 500 Euro reinsetzen, damit das Wachstum die Nährstoffe aufnehmen kann. In diesem Verhältnis wird das etwa laufen.


    Zwei Reefled 50 ist etwas knapp, sollte aber gehen, wenn man nicht gerade ein SPS-Becken plant.


    Die UVC-Anlage ist mir allerdings etwas rätselhaft. Die Leistung ist etwas gering, um gegen Krankheiten oder eine Bakterienblüte anzugehen. Ehrlich gesagt würde ich darauf verzichten in so einem kleinen Becken. Zudem scheint sie den Reviews nach etwas zickig zu sein. Eine Ersatzteil-Lieferung könnte trickreich werden.


    Ein zweiter Punkt, den ich noch einmal überdenken würde ist der Aussenfilter, der SunSun CBG-800. Es ist ein recht großes Außenteil und dient im Prinzip nur dem Zweck, Adsorbermaterialien wie Aktivkohle oder Phosphatadsorber unterzubringen. Eventuell noch einen Heizstab. Wenn würde ich überlegen, ob nicht auch der Abschäumer dort außerhalb des Aquariums untergebracht werden kann. Dafür ist der Tunze aber zu groß.

    Das Geplätscher, wenn der Wasserstand nicht sehr hoch ist, dürfte auch nicht so schön auf Dauer sein. Ich habe für einige Zeit den Aquaclear 50 im Einsatz gehabt und fand den Radau auf Dauer einfach unerträglich, das Brummen und das Plätschern zusammen hat mich irgendwann einfach zermürbt.


    Eventuell wäre das Tunze Comline Reefpack 250 eine Alternative.


    Was für Tiere würdest Du denn gerne pflegen, sowohl bei den Fischen als auch den Korallen?

    Hallo Vincent,


    je nach Qualität von Ausgangswasser, Osmose und dem Harz im Filter kann dieses durchaus schon längst verbraucht sein und den Großteil des Silikats einfach durchlassen. Vor allem, wenn es nur ein kleiner Filter mit 500ml oder 1000ml ist.


    Die Daumenregel ist, dass der Leitwert von dem Osmosewasser gemessen wird und wenn dieses einen Wert ungleich Null zeigt, dann ist das Harz mit guter Sicherheit verbraucht und muss getauscht werden.

    Hallo Vincent,


    das sieht nicht gut aus. Ich vermute entweder Kieselalgen oder Goldalgen/Dinoflagellaten. Häufig treffen auch mehrere Arten zusammen und bilden ein Gemenge. Im günstigsten Fall sind es Kieselalgen, diese lassen sich leicht beseitigen, indem die Zufuhr von Silikat gestoppt wird.

    Bei Dinoflagellaten sieht das schon schlechter aus, diese sind recht hartnäckig und können meist nur mit viel Geduld oder Chemie beseitigt werden.


    Wichtig wäre hier zu wissen, wie hoch der Silikatgehalt im Wasser ist. Hast Du eine aktuelle ICP-Analyse? Die Tröpfchentest für Silikat sind meist eher als eine Art Ratespiel zu gebrauchen.

    Dann bist Du nass am Abschäumen und entsprechend kommt mehr in den Schaumtopf. Ja, über längere Zeit nimmt die Salinität dann ab, wenn Du nicht mit Wasserwechseln gegensteuerst.

    Normalerweise solltenn sich die Zufuhr von Balling/Triton/Ati usw. mit dem Ausscheiden über Abschäumer und Wasserentnahmen die Waage halten.

    Nicht wirklich. Ein Männchen sollte einen langen Stachel als ersten Strahl der Rückenflosse haben, auf den Fotos ist aber die Rückenflosse flach am Körper. Zusätzlich sind Weibchen recht selten und teilweise wird deshalb der Rückenflossenstrahl sogar kupiert, um ein Weibchen vorzutäuschen.

    Es gibt gewisse Daumenregeln, die sich aus jahrelanger Erfahrung ableiten. Dazu gehört auch, dass das Verhältnis von elektrischer Leistung der Lampe zur Größe des Aquariums in Liter vernünftig dimensioniert ist, wenn die Lampe etwa 0,5-1 mal die Leistung in Watt hat wie das Aquarium Liter fasst.


    Die eigentliche Leistung einer Lampe ist natürlich nicht die elektrische Leistung, sondern die Lichtleistung. Die Annahme dabei ist eben, dass die Effizienz der Lampen in etwa gleich ist und von der elektrischen Leistung genügend in Licht umgewandelt wird, so dass man als grobe Richtschnur die elektrische Leistung der Lampe verwenden kann um die Dimensionierung über den Daumen zu peilen.


    Nehmen wir etwa ein relativ einfaches Beispiel, eine T5-Röhrenlampe. Für Dein Becken mit 1m Länge würde eine Lampe mit 39W-Röhren sauber passen. Die Daumenregel sagt mindestens Hälfte des Beckenvolumens als Watt für die Leistung. Da wärst Du bei 3-4 Röhren gelandet. Mit drei Röhren und grob 120 Watt wärst Du für das Becken im Minimal-Bereich. Mit 6 Röhren und grob 240 Watt Leistung dann im oberen Bereich. Üblich wäre etwa eine Lampe mit 4 Röhren für ein Becken wie Deines. Bei einfachem Besatz mit hauptsächlich Weichen und LPS und wenigen pflegeleichten SPS sollte das auch gut hinkommen.


    Mit T5 war die Welt relativ einfach: man nimmt die richtige Länge der Röhren und setzt genügend Röhren nebeneinander, um die passende Leistung für das Becken mit ausreichender Ausleuchtung zu bekommen. Einige Lampen sind effektiver durch einen guten Reflektor, aber insgesamt passt das Ganze.


    Bei LEDs gibt es jetzt aber unterschiedliche Bauarten und man muss genau hinsehen, um zu beurteilen, ob die Lampe wirklich die Anforderungen erfüllt. Gleichzeitig muss man sich überlegen, wie man Deko des Beckens gestaltet und die Positionierung der Korallen mit der Lampe und der Lichtleistung optimiert.

    Manche LED-Lampen etwa haben keine Reflektoren oder Linsen und schicken das Licht im breiten Strahl fast in alle Richtungen. Wenn sie flächig gebaut sind strahlen sie sehr gleichmäßig ähnlich wie T5-Röhren ohne Brennpunkte mit gleichmäßiger Lichtverteilung. Ein Beispiel dafür ist die Lani-LED oder die meisten DIY-Selbstbaulampen.

    Auf der anderen Seite ist das Extrem die stark gebündelten Lampen, die als gedrängter Haufen zusammengepfercht sind und nur einen kleinen Ausschnitt beleuchten, diesen aber mit sehr viel Leistung. Beispiel wären etwa die Kessil-Lampen.



    Das ist so ähnlich wie die Frage, ob jemand ein Auto empfehlen kann.


    Um eine vernünftige Empfehlung geben zu können muss erst bekannt sein, was man für Gegebenheiten vor Ort hat und was man sich von der Lampe erhofft. Die Beckengröße ist schon mal gut zu wissen.

    Was jetzt noch gut zu wissen wäre ist, Was für einen Korallenbesatz Du planst für das Becken und wie Deine persönlichen Vorlieben sind. Lautstärke, Budget, Lichteinfall außerhalb des Beckens, Integration in einie Abdeckung, Kringeleffekt wichtig usw.

    Nein, das muss man etwas differenzierter sehen. Das Phytoplankton, was man bei Cyanos als Gegenmittel anpreist ist genau genommen auch eine Cyano-Bakterie, nämlich Synechococcus. https://de.wikipedia.org/wiki/Synechococcus

    Da möchte man eben mit "guten" Cyanobakterien die "bösen" Cyanobakterien bekämpfen durch Wettstreit. Viele haben tatsächlich damit gute Erfahrungen gemacht.


    Es gibt natürlich viele andere Arten von Phytoplankton, im allgemeinen versteht man darunter pflanzliche Schwebealgen. Aber egal ob Cyanobakterie oder pflanzliches Phytoplankton, allen gemeinsam ist, dass sie sich normalerweise rasch vermehren und dies auch im Aquarium versuchen.

    Je nach Koralle kann sie teilweise das Phytoplankton direkt verwerten und aus dem Wasser fischen oder das Zooplankton, welches sich manchmal deutlich sichtbar durch das Phytoplankton vermehrt bis es manchmal eine regelrechte Explosion von Microkrebsen gibt. Angefangen von teils kaum sichtbaren Copepoden bis zu Isopoden und Flohkrebsen.


    Dieses Zooplankton ist auch durchaus gerne gesehen, aber all dieses Wachstum, besonders am Anfang beim Phytoplankton, benötigt die Nährstoffe, um in Wachstum umgesetzt zu werden. Dies sind in erster Linie Nitrat und Phosphat. Beide sind nötig in ausgewogenem Mass, damit Wachstum für alle im Becken möglich wird. Sowohl Korallen als auch das Plankton und die Bakterien benöltigen dies.

    Wenn jetzt kaum Phosphat im Becken ist, treten die Korallen mit den übrigen Bewohnern in einen Wettstreit, und die relativ langsam wachsenden Korallen werden diesen verlieren, wenn man schnell so schnell wüchsige Konkurrenz wie Bakterien, Algen oder Phytoplankton hinzufügt.


    Deshalb gibt man bei der Zucht von Phytoplankton immer auch Dünger mit dazu, damit für das schnelle Wachstum des Planktons die nötigen Nährstoffe zur Verfügung gestellt werden. Manchmal ist dieser Dünger noch nicht vollständig verbraucht, dann düngt man unter Umständen sein Becken damit. In einer Mangelsituation wäre das ein positiver Aspekt, aber ohne die Kontrolle durch laufende Messungen kann so etwas schnell aus dem Ruder laufen, sowohl als Mangelsituation als auch in einer ungewollten Düngeaktion, wenn das Phyto noch viel Dünger enthält.


    Phospat ist ein kritischer Stoff, der für die Biologie des Beckens sehr wichtig ist. Deshalb kann ich nur dazu raten, einen aktuellen Test zu nehmen und diese Tests mit einer Meerwasserreferenz zu überprüfen.