Beiträge von Flipper

    Das ist in Ordnung, ich würde die Steine aber abschliessen in Osmosewasser durchspülen nach der Behandlung mit dem Wasserstoffperoxid.


    Solange das Wasserstoffperoxid am Sprudeln ist, zersetzt es organische Materie, wenn es aufhört zu Sprudeln ist entweder das Wasserstoffperoxid erschöpft oder es gibt nichts mehr zu zersetzen. Im letzteren Fall ist die Behandlung beendet. Dann muss noch einmal gespült werden, die Steine für einen Tag in dem Wasser liegen gelassen werden und dann auf Phosphat testen, ob die Steine Phosphat ans Wasser abgeben.


    Da im Leitungswasser oft hohe Mengen an Phosphat enthalten sind allein schon zum Schutz der Leitungen würde ich definitiv Osmosewasser verwenden zum Spülen und anschliessenden Testen der Steine.

    Das wird ja auch normalerweise verdünnt mit Osmosewasser. (^-^)

    Einfach etwas Wasser dazu und gut ist.


    Eine Strömungspumpe kann etwas helfen, ist aber normalerweise nicht nötig. Durch das Sprudeln entsteht genügend leichte Bewegung, da muss keine Strömung drin sein.

    Das hängt vom Verschmutzungsgrad der Steine ab. Es sollte schon einigermaßen gut gebleicht sein, das kann ein paar Tage dauern, in einzelnen Fällen kann es bis zu zwei Wochen dauern. Dies hängt auch von der Konzentration ab, sie sollte etwa 3-6 Prozent haben.


    Wenn die Bakterien auf die Steine aufgetragen sind dürfen sie nicht gewaschen/gereinigt werden und auch nicht mit Wasserstoffperoxid gebleicht werden, dies würde nämlich genau diese Bakterienbeläge töten und bleichen.

    Hallo Lukas,


    diese Steine können natürlich weiter verwendet werden, allerdings werden sie nicht mehr Lebendgestein genannt sondern Totgestein. Im Gegensatz zu Keramik oder künstlichen Gesteinen ist die Zusammensetzung ja in der Natur entstanden und sollte deshalb im Riff gut verträglich sein.


    Aber: das Gestein kann im Verlauf des Beckeneinsatzes belastet sein durch Bewuchs, der angewachsen und getrocknet ist oder es hat sich viel Phosphat angelagert und gibt dies dann später unkontrolliert ans Wasser ab. Deshalb solltest Du schon eine gewisse Vorreinigung vornehmen, das Gestein mit Wasserstoffperoxid reinigen und anschließen gut spülen in Osmosewasser. Danach noch ein Test auf Phosphateinlagerungen: das gesäuberte Gestein wird dann für zwei Tage in Osmosewasser gelegt, perfekt ist, wenn eine Strömungspumpe läuft. Wenn danach dann ein Phosphattest keine signifikanten Mengen im Wasser anzeigt kann das Gestein verbaut werden.


    Neuer Lebensraum wird grundsätzlich schnell von Bakterien und Biofilmen besiedelt, nur ist dies oft in Form von ungewünschten Cyanobakterien, es sind eben Primärbesiedler. Am besten zuerst ins Technikbecken ohne Beleuchtung legen, so dass sich die normale Bakterienfauna dort ansiedeln kann.

    Der Marco hat einen hübschen Raumteiler im Format 50x50x150 betrieben und der sah richtig gut aus.


    Was man dabei beachten muss ist, dass der Riffaufbau wirklich als Mittelriff realisiert werden muss, so dass die Strömung zum größten Teil zwischen der Seitenscheibe und dem Mittelriff kanalisiert wird. Trotzdem hat es immer wieder Probleme und Experimente gegeben, um die Strömung zu optimieren, gerade, wenn die Strömung auf der anderen Seite zurückfließen muss und man dort keine Pumpe an der Stirnseite anbringen möchte für die andere Seite.


    Zusätzlich muss man immer berücksichtigen, dass die wachsenden Korallen die Gestalt der Dekoration verändern und sich entsprechend auch die Strömungsverhältnisse ändern. Eine ständige Pflege und "Gärtnerei" ist dabei praktisch Pflicht.


    Bei Meerwasser sind die Becken normalerweise eher breit als hoch, auch um die Beleuchtung zu optimieren, da hier gilt: Licht ist Leben und Licht sollte am besten flächig über dem Becken sein. Mein Becken, was kurz vor dem Start ist, ist z.B. 200x70x60 (LxBxH). Das sind so typische Verhältnisse für ein Meerwasserbecken. Bei Süßwasser hat man eher hohe als Breite Becken.

    Hallo ???,


    Es gibt mehrere Aspekte, welche sich hier überlappen:

    - Bei Riffaquarien ist die Lichtmenge entscheidend für das Gedeihen von Korallen, es muss eine Minimum-Lichtstärke vorhanden sein. Dies wird schwieriger, wenn wenig Platz für die Lichterzeugung vorhanden ist. Aber bei 40cm ist dies noch ein geringes Problem.

    - Schwieriger ist die Strömungsbildung. Wenn möglich versucht man eine Ringströmung zu erzeugen, was bei einem langen und schmalen Becken deutlich schwieriger ist als bei einem breiten Becken. Das sieht dann ähnlich aus wie die Bäume an einer Allee mit Straßenbahn. Zurechtgestutzt auf 1,5m Tiefe und 10m Breite. Auch die Pumpen zur Strömungserzeugung stören bei einem Raumteiler oft und man möchte sie ja nicht sehen.

    Dann bekommst Du das Problem, dass bei 2m Länge die Pumpe kräftig pusten muss, um die Strecke zu überwinden, aber keine Korallen in der Strömung sein durfen, weil diese die Strömung stören. Und dann kommst Du irgendwann auf einen Streifen in der Mitte, wo auf 15cm Breite alle Korallen hintereinander angereiht sind. Sieht nicht so toll aus. Auf den Boden vielleicht noch Zoas aber dann wird es eng.


    Insgesamt bin ich etwas skeptisch, ob so ein schmales Becken sich auf Dauer gut pflegen lässt.

    Herzlichen Glückwunsch!


    Ja, ein Chelmon kann manchmal sehr aufwendig zu pflegen sein, ich bin froh, dass Du ihn so lange durchbekommen hast. Beobachte ihn gut weiter, dass der das Futter auch wirklich frisst und nicht einfach nur ausspuckt nach ein paar Sekunden.

    Ich würde die Steuerung relativ schlicht setzen.

    Fange mit den blau/violett an für eine Stunde Blaulichtphase und lasse dann die Tageslichtphase anfangen mit weiss, rot, cyan. Dann wieder eine Stunde ausklingen mit einer Blauphase.


    Bei der Stärke der einzelnen Kanäle geht es auch viel um den Geschmack, wie blau/weiss man es haben möchte. Setze z.B. die blauen auf 60 Prozent, die violetten ebenfalls auch 60 Prozent und steuere weiss aus, bis die Helligkeit Dir gefällt. Rot erhöht den Kontrast, auch Cyan verbessert den optischen Eindruck.

    Für die Korallen sind beides nur Randspektren, die nur sekundär wichtig sind. Hier sind vor allem die Blauen und weissen Farben für das breite Spektrum wichtig.


    Wenn Du kannst, leihe Dir ein PAR-Meter aus, denn das Auge ist extrem schlecht, um die Lichtmenge zu beurteilen. Bei meerwasser-hardware.de kannst Du z.B. ein PAR-Meter für eine Woche ausleihen, das würde ich Dir auch sehr empfehlen. Die Lichtstärke sollte so gesetzt sein, dass Du am Boden etwa 100-200 PAR hast und in den Bereich, wo SPS angesiedelt werden sollen 300-500 PAR.

    Es hört sich nicht nach einem Kleber an, sondern einer Wärmeleitpaste, die LED müsste also festgeschraubt werden, um zu halten. Einige haben das auch gemacht, gerade für LEDs, die schneller durchbraten wie violette/UV-LEDs, aber normalerweise ist das viel Aufwand für die viel einfachere Methode, die LED einfach anzukleben.

    Die Wärmeleitfähigkeit sollte man nicht unterschätzen, aber auch nicht zu hoch ansiedeln. Arctic Silver haben wir früher immer gerne genommen, aber er wurde leider immer teurer und ist inzwischen praktisch kaum noch zu bekommen.


    Grundsätzlich solltest Du den Kleber so dünn wie möglich verwenden, es ist zum einen günstiger aber vor allem auch besser für den Wärmetransport.

    Leider kannst Du nicht einfach 260W rechnen, sondern hier kommt genau die Verschwendung bei den Kanälen zum Tragen. Du musst beide Kriterien erfüllen: sowohl genügend Spannung für 6 LED in einem Kanal bedeutet 24V als Spannung. Dazu noch die Summe aller Ströme verdoppelt für zwei Kanäle. Da kommst Du auf 15A.


    Normalerweise hätte ich gesagt ein 320W-Netzteil von Meanwell:

    https://www.voelkner.de/produc…reis-Ueberlastschutz.html


    Aber leider bringt dies nur 13,3A bei 24V, reicht also nicht. Deshalb wirst Du wohl auf die nächststärkere Variante, das 480W-Netzteil aufrüsten müssen. Das kann dann 20A liefern und schafft Deine Anforderung mit einem Netzteil.


    Sonst müsstest Du zwei Netzteile verwenden, dann reicht ein Netzteil, was 7,5A bei 24V liefert. Das 185W-Netzteil von Meanwell macht das ziemlich genau.

    https://www.longlife-led.de/Me…65-Schaltnetzteil-CV/3811

    Kann es sein, dass die Pumpe eine Aqua Medic Runner 5.2 ist und nicht 9.3? Die hätte nominell 5000l pro Stunde und einen 32mm Anschluss. Die 9.2 hat einen 40mm Anschluss. Wenn es wirklich letztere ist musst Du irgendwo dann auf 32mm reduzieren, denn das ist das, was als Tankdurchführung maximal bei der Bohrung passt.


    Die 26,5mm würden so gerade für eine 20mm Tankdurchführung passen. Dann müsstest Du die Pumpe von 32 auf 20mm reduzieren, was ein echter Flaschenhals wäre.


    Wenn Du aber genügend Platz im Ablaufschacht hast könntest Du auch die Bohrungen anpassen, wenn Du etwas Geschick hast.

    1. Wie war das Becken beauftragt worden? Das ist erst mal die wichtigste Frage.


    2. Passen die Tankverschraubungen auf die 41,9-Bohrung so drauf? Das ist nämlich gar nicht sicher, also erst mal testen!


    Abhängig von 2. dann einen Glasbohrer holen und den gewünschten Durchmesser nachbohren, eine andere Tankdurchführung kaufen oder wenn es passt, den Rücklauf, Ablauf auf die erste und dritte Bohrung setzen (mit 32mm Durchführung) und den Notablauf mit 20er Tankdurchführung setzen.


    Aber sauber ist das nicht, ich hätte wenigstens eine 25er Durchführung für den Notablauf gewünscht.


    Eine gute Idee ist es übrigens, VOR dem Kauf von Komponenten die gesamte Technik einmal abzuklopfen, ob wirklich alles zusammepasst und richtig dimensioniert ist. Es kann sehr viel Zeit, Geld und Mühe sparen. (^-^)


    Ich hatte meinen Ablauf mit einer normalen grauen PVC-Verrohrung geplant, gemerkt, dass die Abläufe etwas zu eng sind und dann mühselig den richtigen Bohrkopf für eine Nachbohrung gesucht und die Bohrung erweitert. Danach hatte ich beschlossen, wenn ich schon alles wie gewünscht umbastele nehme ich auch die rote und weisse Verrohrung passend zur Dreambox und merke dann, dass diese Tankdurchführung etwas kleiner ist und jetzt fast durchrutscht. Deshalb genau die Datenblätter der Tankdurchführungen anschauen und danach beauftragen, wie die Bohrungen zu setzen sind.

    Nett, wenn Du Dich viel mit Basteln beschäftigen möchtest und die Fertigstellung viel Zeit brauchen darf. Es dauert leider immer länger als man denkt.


    Der relativ schmale Kühlkörper verschenkt dann leider den größten Vorteil der DIY-Lampe: eine optimale Fläche zu verwenden für die Lichtverteilung über dem Becken. Du hast sonst unter der Lampe eine sehr starke Lichtleistung und zu den Rändern eine schnell abfallende Lichtstärke.


    Ich baue die Lampen nicht, um Geld zu sparen, sondern um optimales Licht auf das Becken zu bekommen.


    Für die Dimensionierung der LEDs kannst Du Dich orientieren an der erwarteten maximalen Leistung: für ein 300l-Becken sollte die Lampe bis zu etwa 200W Leistung haben, bei 72 LEDs sind dies also die 3W-LEDs. Dabei sind die blauen LEDs von Cree besser mit weniger Leistung betrieben, um langlebig zu sein.