Beiträge von Flipper

    Wenn es sich so leicht abkratzen lässt, dann dürfte es sich um Bakterienbeläge handeln, eventuell wirklich Cyanos ähnlich wie die roten Beläge, die fädrig nach oben ausfransen.


    Häufig wird dies verursacht durch ein Ungleichgewicht bei den Wasserwerten. Ich hatte kH, pH und Nitrat, Phosphat ja bereits angesprochen.


    Wie sind denn die Werte im Augenblick dafür?

    Diese roten Beläge sind ziemlich eindeutig Cyano-Bakterien. Sie kommen häufig bei relativ neuen Becken und halten sich gerne über längere Zeit.

    Cyanos los zu werden ist nicht einfach. Im Prinzip musst Du die Wasserwerte optimieren und dafür sorgen, dass die Cyanos immer wieder gestört werden und die Bedingungen für die Cyanos sich verschlechtern.

    • Sauge die Cyanos alle 2-3 Tage abends ab
    • Nimm eine kleine Strömungspumpe und blase ab und zu die Felsen etwas sauber. Cyanos können aus dem Detritus, der sich ablagert, die Phosphatdepots abbauen und für sich verwenden.
    • Du hast vermutlich sehr wenig Strömung dort an den Stellen, versuche mal, die Strömung etwas stärker einzustellen.

    Beobachte die Wasserwerte:

    • Nährstoffe sollten einigermaßen konstant und im Gleichgewicht stehen (z.B. Nitrat ca. 5mg/l, Phosphat 0,05 mg/l)
    • kH einigermaßen konstant, pH hoch genug und nicht durch mangelnde Lüftung gedrückt

    Das ist keine Sache, die in ein oder zwei Wochen erledigt ist, sondern eher im Laufe von Monaten, wenn man es ruhig angehen lässt. Konstante Wasserwerte sind ohnehin das A und O in der Meerwasseraquaristik.

    Algenbewuchs kann viele Ursachen haben. Teilweise sind es hohe Nährstoffwerte, oft ist es gerade im Winter, wenn weniger gelüftet wird, aber auch ein niedriger pH-Wert, weil mehr Kohlendioxid im Zimmer ist.

    Wenn im Sommer alles in Ordnung war und dann vor 2-3 Monaten das Problem angefangen hat ist es mit guter Sicherheit ein gesunkener pH-Wert. In dem Fall würde ich Atemkalk verwenden. Relativ günstig und einfach anzuschließen.

    Hallo Anghelos,


    herzlich willkommen hier! Wenn ich das richtig sehe ist das Becken noch relativ jung? Hast Du auch ein Foto mit einer Gesamtübersicht?

    Größere Becken sind leider selten geworden.

    Nö, das sieht trüber aus als notwendig. Ein Teil ist mit Sicherheit Algen/Bakterien, die an der Scheibe wachsen, aber einiges ist auch Trübung des Wassers an sich. Ich würde mal über Watte filtern (bitte nur aquarientaugliche Watte ohne Bleichstoffe).

    Hallo Kim,


    herzlich willkommen hier im Forum!


    Bei der Komplexität eines Meerwasserbeckens muss man sich schon etwas Wissen aneignen, damit das Becken richtig gepflegt wird. Hast Du vielleicht schon das eine oder andere Buch zum Einstieg Dir angesehen oder vielleicht sogar jemanden in der Bekanntschaft, der Dir mit etwas Rat helfen kann bei Fragen? Beides ist sehr empfehlenswert. :)


    Fragen kannst Du gerne hier stellen, gerade, wenn es um den Start des Beckens geht und was man in einem Becken Deiner Größe pflegen kann und was vielleicht nicht zusammenpasst.


    Wenn eine chaotische Kommunikation auf Autismus hinweist bist Du in guter und zahlreicher Gesellschaft. Es fällt hier gar nicht auf.

    Sollte jemand etwas nicht verstehen oder sich nicht sicher sein, wie etwas gemeint ist kann und sollte man immer nachfragen. Gerade, wenn jemand ein Anfänger ist, der vielleicht nicht einordnen kann, wie etwas gemeint ist, sollte immer nachgehakt werden, bis alles klar ist.


    Solange der Ton freundlich ist, nimmt das hier niemand krumm, wenn viele Nachfragen kommen.

    Hallo Daniel,


    herzlich willkommen im Forum hier!


    Es gibt schon etliche Unterschiede bei Meerwasser, aber einiges kann man doch übertragen, wenn man Erfahrung im Süßwasserbereich hat. Ein so großes Becken wie von Dir angestrebt sollte sorgfältig geplant sein, da die Summe, die in so ein Projekt fließt, beträchtlich ist. Sowohl bei der Anschaffung als auch den laufenden Kosten.


    Da bin ich ja gespannt, was Du Dir so gedacht hast für die Umsetzung und die Umgebung.

    Wenn Du ohnehin nur die Lampe relativ klein bauen möchtest, dann würde ich direkt die Jump 65 nehmen und den Aufwand des DIY-Bauens sparen.

    Normalerweise würde ich für DIY-Lampen nämlich die Fläche deutlich größer gestalten und den Vorteil des LED-Verteilens damit ausnutzen. Für so kleine Lampen brauchst Du schon ein gutes Konzept, da die Kühlung das kritische Detail ist bei kleinen Lampen.

    Das allerwichtigste bei solchen Problemen ist immer, das Umfeld nicht aus den Augen zu verlieren. In diesem Fall ist es, sich nicht auf den nicht messbaren Nitratwert zu verbeissen, sondern auch schauen, ob es eventuell andere Ursachen haben kann, dass die Euphies sich nicht wohlfühlen.


    Euphyllias mit den langen Tentakeln sind sehr empfindlich, was die Strömung angeht, lieber etwas weniger als zu viel Strömung. Reduziere auch ruhig etwas die Aktivkohle, diese zieht oft mehr Stoffe aus dem Wasser als gewünscht, gerade die Spurenelemente und kleinen organischen Bestandteile.


    Eine weiter Möglichkeit wäre die Fütterung: versuche ruhig, die Euphyllia direkt mit etwas Frostfutter zu füttern. Solange keine wilden Garnelen die armen Euphyllia direkt auseinanderwühlen auf der Jagd nach dem Frostfutter sollte das funktionieren.


    Solange die Korallen gut wachsen würde ich nicht viel an den Nitratwerten drehen. Lieber ab und zu etwas Staubfutter und beobachten.

    Teilweise, eigentlich eher meistens hat das Lebendfutter eine recht schlechte Qualität. Darunter verstehe ich, dass der Nährwert sehr gering ist. Darum wird Lebendfutter Artemia gerne angereichert mit gutem Futter, sonst leiden die Fische schnell an Mangelerscheinungen.


    Die Menge an Lebendfutter sollte schon daran angepasst werden, was in wenigen Minuten gefressen wird. Lange halten sich Artemia nicht im Aquarium mit der hohen Salinität. Der Rest ist für die Würmer und Schnecken.


    Chelmons sind langsame Fresser und gewöhnen sich schlecht daran, mit den flinkeren Fischen um das Futter zu kämpfen. Dann kannst Du nämlich in der Eingewöhnungszeit wirklich nur mit großen Mengen arbeiten, was recht teuer ist. Bitte nicht das Tütenwasser ins Becken kippen, das führt schnell zu schlechten Wasserwerten.

    Hallo Toni,


    lasse Dir vom Händler zeigen, dass er an Frostfutter geht und nimm genau das Frostfutter (neben anderen Sorten) mit. Damit bekommt der Fisch zumindest das gewohnte Futter und Du hast gesehen, dass er an sich schon Frostfutter nimmt.


    Es hat wahrscheinlich nicht viel Erfolg, wenn der Fisch im Aquarium nicht frisst, ihn ins Refugium zu stecken. Bereite Dich lieber darauf vor, dass er in Spalten, Ritzen und Löchern stöbern will und dort nach Futter sucht. Oft ist es am Anfang so, dass er das Futter nicht aus der Wassersäule nimmt, weil dies nicht seinem normalen Leben entspricht.


    Da kannst Du es nur mit Lebendfutter wie Artemia oder auch lebende Rote Müchenlarven versuchen oder z.B. Muschelfleisch in den Schalen noch. Solltest Du Röhrenwürmer haben, sind diese hübschen kleien Filtrierer in wenigen Tagen Geschichte.


    Auch andere Würmer bis hin zu kleinen Schnecken stehen auf der Speiseliste, wie ich bei meinem früher gesehen hatte.

    Da gibt es verschiedene Erfahrungen zu. Das Jod aus der Apotheke ist meist eine Mischung aus reinem Jod gelöst in Kaliumjodid. Einige Mischungen wie Betaisodona enthalten aber auch noch Glycol und ähnliche Stoffe. Von daher würde ich eher Jod aus den üblichen Quellen für die Aquaristik beziehen.

    Ich habe mir Kaliumjodid in Lebensmittelqualität besorgt, eine Mikrogrammwaage und messe mir die passende Dosis für das Becken zusammen. Wahrscheinlich werde ich nie wieder Jod kaufen müssen in meinem Leben, so wenig braucht man letztendlich.

    Die Analyse sieht schon recht gut aus. Die drei Ausreisser würde ich nicht zu wichtig bewerten. Bei einem stabilen System sollte der hohe Silikat-Gehalt kein Problem sein. Deswegen brauchst Du keine Panik haben.


    Beim Jodgehalt gibt es etwas Handlungsbedarf, das würde ich täglich etwa 10-20µg/l zudosieren. Am Anfang 20, nach einer Woche 10.


    Beim Ca solltest Du genau hinschauen. Nicht, weil es sehr kritisch ist, sondern weil es darauf hindeutet, dass die Dosierung etwas zu hoch ist. Wie ist der kH-Wert bei dem Ca-Gehalt?

    Dieser sollte relativ niedrig sein.