Beiträge von Matthias

    Genau, anbei eine Skizze der Aufteilung von meinem Technikbecken ;)
    Falls der Platz da ist, könntest du natürlich das Algenrefugium einfach Flächenmäßig größer machen und somit wieder das Volumen erreichen. Das ist aber der Grund, warum es häufig so schwer ist die Anforderung mit mindestens 10% Algenrefugium zu erfüllen. Man kann nicht beliebig in die Höhe gehen…

    Hallo Johannes,


    den Riffaufbau kannst du gut machen, indem du die Steine mit Plexiglasstäben verbindest. Dazu einfach ein Loch durchbohren und dann den Stab reinstecken. Dadurch kannst du die Steine bei Bedarf auch nochmal trennen und es hält sehr gut. Gibt auch nix ans Wasser ab :)

    Dann gib mal 'ne Liste durch damit @korallenfarm das ins Programm aufnehmen oder bestelln kann. Es ist echt wichtig die Händler vor Ort zu unterstützen und gerade Joe ist so wertvoll für unsere Region :thumbup:

    Hallo Sandy,


    ja genau das sage ich doch. Wenn wir hier eine Möglichkeit gefunden haben etwas zu optimieren, können wir das doch machen und müssen nicht beim alten (im Vergleich dem DSB) bleiben. Und natürlich ist es eine Frage der Menge und nochmal: Ich sage nicht, dass es nicht auch mit geschlossenen Filtern funktioniert. Aber selbst wenn es nur dafür sorgt, dass etwas weniger CO2 gelöst wird, wäre das ja schon eine willkommene Optimierung ;)


    Bei dem Atemkalk bin ich übrigens anderer Meinung. Der Atemkalk sorgt dafür, dass mehr CO2 aus dem Wasser entfernt wird. Aber das ist ein anderes Thema :D


    Es ist echt faszinierend wie wenig gesichertes Wissen wir in der Meeresaquaristik haben und wie das hier immer wieder sichtbar wird. Das meiste sind Meinungen basierend auf Vermutungen…

    Hallo Ermin,


    willkommen im Forum :thumbsup:
    hier geht's ja schon heiß her. Ich geb dann auch mal mein Feedback dazu. Es ist echt unglaublich wie viel Wert jede einzelne Optimierung ist, bei solchen Dingen, die man später nicht mehr gut ändern kann ;)
    Kleiner Disclaimer noch: Du hast geschrieben, dass du die Triton-Methode umsetzen möchtest, alle meine Empfehlungen beziehen sich deshalb auf die Vorgaben und Empfehlungen von Triton.


    Als erstes fällt mir auf, dass dir eine Trennscheibe fehlt. Triton empfiehlt ausdrücklich nach dem Abschäumer eine Trennscheibe die von unten durchflossen wird. Also direkt vor deiner letzten Trennscheibe. Die Größe vom Algenrefugium ist ja super, größer ist hier immer besser :D
    Ich rate deutlich davon ab irgendwelche Geräte als Bypass an die Rückförderpumpe anzuschließen. Da geht so unglaublich viel Leistung durch verloren und das kostet in Folge dessen auch unnötig viel Strom. Eine zusätzliche kleine Pumpe verbraucht nicht viel Strom und es muss ja auch nix großes sein. Eine JBL ProFlow t500 z.B. verbraucht nur 5W und kostet nur rund 23€. Ist auch total klein das Ding. Die Ecotech Vectra ist grundsätzlich gut, aber die M1 ist zu klein dimensioniert, damit schaffst du nicht annähernd die geforderten 10x pro Stunde. Hier mal das Bild vom Hersteller dazu. Selbst die 7500l/h schafft man nur, wenn die Pumpe 0m an Höhe fördert. Wenn deine Aquarienoberkante jetzt auch nur etwas über 1m über dem Wasserstand im TB liegt, verliert die Pumpe schon über 1000l/h an Durchfluss, nur durch die Höhe. Dazu kommen noch die Verluste durch den Wiederstand der Rohre usw.


    Bezüglich deiner Frage nach der Höhe des Technikbeckens würde ich auch wegen der Lichteffizienz immer wenn möglich zu mehr Fläche als Höhe im Algenrefugium raten. Bei der Höhe des Unterschranks ist zu beachten, dass man genug Platz für den Abschäumer und darüber hat. Der Abschäumertopf muss ja aus dem Abschäumer rausgezogen werden. Dafür muss also noch genug Platz nach oben sein. Außedem muss genug Platz sein um den gesamten Abschäumer aus dem Technikbecken holen zu können. Wenn das Technikbecken zu hoch und der Unterschrank zu klein ist, kann es sein, dass man da auch mit Kippen des Abschäumers nicht mit rein und raus kommt.


    Als Höhenunterschied zwischen den einzelnen Kammern würde ich auch viel weniger empfehlen. Ich habe mit 1cm geplant und das ist glaube ich so ganz gut. Bei 3-5cm sind schon Geräusche zu hören und es bilden sich blasen durch den Wasserfall. Ungünstig ist die Blasenbildung natürlich, wenn die dann von der Rückförderpumpe angesogen werden…


    Ich hoffe das hat dir schonmal geholfen :)

    Hallo Chris,


    die Theorie ist, dass die Algen wesentlich mehr Nährstoffe verbrauchen als die Korallen, bzw. mehr Nährstoffe benötigen um zu wachsen und auch zu leben. Wenn also viele Nährstoffe da sind, wachsen die Algen also auch stark und limitieren so die Nährstoffe. Die Richtung scheint klar zu sein.
    Umgekehrt können die Algen nicht überleben, wenn wenig Nährstoffe verfügbar sind. Da sie mehr Nährstoffe zum überleben benötigen als Korallen, sterben sie ab, bevor eine Nährstoffgrenze erreicht wird, die für Korallen kritisch wäre. Durch das sterben der Alge werden die durch sie gebundenen Nährstoffe frei, die dann wiederum die Korallen weiterversorgen. Demnach kann es quasi nicht zu einer Nährstofflimitierung für die Korallen kommen, solange es Algen im Algenrefugium gibt. Das Algenrefugium stabilisiert die Nährstoffwerte also in einem niedrigen Bereich.


    Aktuell suche ich belege für dieses Prinzip, konnte aber bisher auch keinen Gegenbeleg dazu finden und halte es für plausibel.


    Die Idee aus dem Triton Forum ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass bei vielen Nährstoffen auch viel wächst und man vermeiden möchte, dass durch Abschattung oder Platzmangel Algen sterben. Das entfernen der Alge ist ja ein physischer Export von Nährstoffen (da eine Alge nur als gebundene Form von Nährstoffen betrachtet wird). Wenn man ohnehin wenig Nährstoffe hat, sollte man weniger ernten, da weniger wächst, das absterben von Algen aufgrund von Abschattung kein Problem ist und genug Puffer für den Fall eines Nährstoffmangels verfügbar ist.
    Es geht also nicht darum das Wachstum zu optimieren, sondern nur das oben geschilderte Prinzip umzusetzen.

    Btw in 20 Jahren Süßwasseraquaristik in denen ich und jeder den ich kenne geschlossene Kanister Filter benutzen ist mir die Info noch nicht untergekommen.


    Vor 20 Jahren hat man auch mit Deep-Sand-Bad gefiltert. Hat doch auch funktioniert und funktioniert auch heute noch genau so wie damals. Machst du deshalb jetzt auch noch DSB?


    Es hat doch keiner behauptet, dass es nicht mit geschlossenen Filtern funktioniert. Hier wurde aber explizit von der Triton-Methode gesprochen und da ist die Empfehlung nunmal ein nach oben geöffneter Durchlauffilter und das habe ich nur weitergegeben. Im übrigen habe ich nie von schädlichen Gasen gesprochen. Schädlich ist ja auch relativ. Wie Sandy gesagt hat, gibt es doch z.B. gerade diesen Hype um Atemkalk, um CO2 aus dem Wasser „zu entfernen“. Ist CO2 dann jetzt schädlich? Dann wäre ein nach oben geöffneter Durchlauffilter doch super.

    Hallo Roman,


    das ist natürlich richtig, es gibt gute Gründe für die Empfehlung mit dem 10-fachen Durchfluss und davon sollte man nicht abweichen ;) Früher hat man oft gesagt, dass der Abschäumer maßgeblich ist. Bei der Triton-Methode ist die Abschäumerleistung aber unabhängig vom Durchfluss. Egal was du für ein Abschäumer hast, sollte der Durchfluss mindestens 10 mal pro Stunde betragen.


    Ich bin mir nicht sicher, wie du das mit dem Membranventil meinst. Das sitzt doch eigentlich im Ablauf und steuert nicht die Rückförderpumpe? Also bei normaler Dimensionierung der Ablaufrohre (was meistens viel zu gering ist :() würde ich empfehlen die Abläufe komplett zu öffnen und solange die Leistung der Rückförderpumpe zu erhöhen, bis der komplett geöffnete Ablauf die Wassermenge nicht mehr packt. Dann die Rückförderpumpe ein kleines bisschen zurück stellen und dann das Membranventil nutzen um das Finetuning beim Wasserstand im Überlaufschacht zu machen.


    Bezüglich der Strömung musst du ggf. etwas kreativ werden. Wenn die die Strömung der Rückförderpumpe wirklich nicht nutzen willst, könntest du die natürlich direkt gegen ein Stein oder eine Scheibe blasen um sie zu neutralisieren. Wäre aber natürlich schade die Energie verpuffen zu lassen.

    Hallo Sandy,


    das Argument, dass man etwas kennt, dass auch anders funktioniert, bringt einen ja nicht weiter. Nur weil es Meerwasseraquarien gibt, die mit Leitungswasser betrieben werden, sollten wir das nicht alle machen.
    Durchlauffilter die für den dauerhaften Einsatz von Filtermedien genutzt werden, sollten oben offen sein, weil sich an den Filtermedien Bakterien ansiedeln. Diese produzieren Gase, welche in geschlossenen Filtern gefangen wären und sich dann im Wasser lösen. Bei offenen Filtern können diese Gase einfach entweichen und „belasten“ nicht das Wasser.

    Hallo Christian,


    für Aktivkohle und Phosphatadsorber solltest du generell nur einen Durchlauffilter verwenden (erst Aktivkohle und dann Phosphatadsorber). Der Filter sollte aber nach oben geöffnet sein und deshalb ist der von dir verlinkte Filter nicht geeignet.

    Hallo Sandy,


    ich hätte jetzt den Trailer empfohlen für mehr Infos? Es geht in der Doku um Forscher, die für eine Doku Videos vom Bleichen der Korallenriffe machen wollen. Also über Wochen lang Unterwasseraufnahmen im Zeitraffer. Die Aufnahmen die dabei entstehen sind einfach beeindruckend und es wird deutlich, wie schlimm das Korallensterben eigentlich ist.

    Hallo Matthias,


    wenn sich die Frage auf die Triton Methode beziehen sollte, ist die Antwort Nein. Bei der Triton-Methode ist der dauerhafte Einsatz von Phosphatadsorber vorgesehen. Hier verwendest du bei einem geringen Phosphatwert nur 50ml pro 100l, statt 100ml pro 100l wie man es bei hohem PO4-Wert machen würde.

    Dosierst du jetzt Core7 for Triton Method (mit den Zusätzen für das Algenrefugium), obwohl du kein Algenrefugium (bzw. keine Algen im Refugium) hast? Oder dosierst du Core7 Reef Supplements?

    Hallo Ben,


    bei der Triton Methode solltest du anfangs täglich den KH messen, bis du dein Becken eingependelt hast und der Verbrauch konstant ist. Anschließend reicht auch wöchentliches Messen. Tendenziell auch immer, wenn du Veränderungen vornimmst. Ich habe z.B. vor ein paar Tagen eine größere Menge Steinkorallen dazu gesetzt und messe jetzt auch täglich, bis ich überzeugt bin, das alles stabil bleibt. Welchen Test du hier verwendest ist eigentlich völlig egal, solange er total einfach ist. Da du den KH öfters messen musst, sollte das so einfach wie möglich sein, weil man sonst einfach keinen Bock hat das regelmäßig genug zu machen. Deshalb auf gar keinen Fall sowas wie den Hanna Checker dafür. Das muss auch nicht sonderlich genau sein, du möchtest hauptsächlich Tendenzen erkennen können und ob du zwischen 7 und 8°KH liegst.


    Gerade am Anfang ist es besser häufiger bei Triton messen zu lassen, weil das ganze System ja noch nicht so stabil ist. Ich würde sagen mindestens monatlich. Besonders wenn du noch etwas ändern solltest, ist es gut zu sehen, ob die Wasserwerte sich unerwartet verändern. Das kann schon ein einfacher neuer Scheibenmagnet sein, der eine undichte Stelle hat und es rostet im Wasser. Wenn alles länger steht und es keine Änderungen mehr gibt, ist das nicht so kritisch und du brauchst nicht mehr so häufig Analysen machen.


    Ich würde dir raten auf keinen Fall regelmäßig Nitrat und Phosphat zu messen. Die Tests sind viel zu ungenau und Fehleranfällig. Du machst dich mehr Wild mit den Ergebnissen, als dass du irgendein Nutzen davon hast. An sich ist der Wert aber auch nicht so wichtig, bzw. bei der Triton-Methode erst recht nicht. Sollte der tatsächlich ungewöhnlich ausschlagen, siehst du das ja auch in der regelmäßigen Triton Analyse. Ähnliches gilt für Calcium und Magnesium, wobei man die schon einigermaßen gut zu Hause messen könnte. Es ist aber einfach unnötig das regelmäßig selbst zu kontrollieren, wenn man eh die Analysen zu Triton schickt, die das ja alles genau so gut oder besser messen.