Beiträge von Flipper

    Hallo Andreas,


    um das Optimum zu erreichen ist es wichtig, die eigenen Gegebenheiten bestmöglich zu berücksichtigen. Generell sollte die Lampe sehr flächig sein, um die Korallen von allen Seiten mit Licht zu versorgen. Die Lampe soll relativ niedrig über dem Becken hängen, da die normalen LEDs einen hohen Abstrahlwinkel haben und bei einer hoch stehenden Lampe zu viel Licht sonst am Becken vorbei nur blendet anstatt die Korallen zu versorgen.


    Dies hat aber zur Folge, dass bei einer großen dicht über dem Becken hängenden Lampe das Arbeiten im Becken schnell schwierig wird. Bei einem Raumteiler kann man die Lampe noch recht gut zur Seite schieben, um im Becken zu arbeiten. Wenn das Becken in der Ecke des Zimmers steht geht das nicht mehr, dann muss die Lampe oft erst wieder hochgestellt werden und man fummelt, bis alles wieder richtig hängt. Den Aufwand treibt man nicht gerne, deshalb lässt man es oft sein und spart sich die Arbeit auf, bis sie einen Berg bildet.


    Bei einem Raumteiler kann man gut eine große Lampe machen, bei einem Eckbecken sollte man sich überlegen, ob die Lampe vielleicht nicht besser als zwei Einzelmodule gebaut wird.


    Auch sollte das Konzept, wieviel Licht wo zur Verfügung steht gut überlegt sein. Bei der Lampenform ist es ganz wichtig, dass das Kühlkonzept stimmt, sonst nimmt die Lebenszeit und Leistung der LEDs sehr schnell ab.

    Ja, das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Marco's KSQs hatten eine kleine Schaltung, die genau dieses Fiepen verhindern sollten, sind aber leider nicht mehr zu bekommen. Wenn ich dazu komme, werde ich die KSQs von Meanwell mal testen, ob diese in der Fassung auch so fiepen.

    Wenn ich mich nicht täusche liegt das an den KSQs mit dem Fiepen. Habe mir am Wochenende eine LED-Lampe für's Wohnzimmer geholt, wo auch einiges an Spielerei dabei ist. Das Ding surrt leider auch etwas, selbst ausgeschaltet oder bei voller Lichtstärke. ARGHHH!!


    Hast Du mal versucht, die KSQs auszutauschen gegen andere?

    Das ist etwas, was mir nicht passieren kann, da meine Osmose fest angeschlossen ist. Ich würde jetzt erst mal normal kühles Wasser durch die Osmose schicken und den Leitwert des erzeugten Wassers messen. Beobachte bitte auch die Dichtungen, ob diese vielleicht undicht geworden sind.


    Ein Leitwertmeßgerät brauchst Du ohnehin. Nimm Dir am besten ein billiges, welches in die Osmose eingebaut wird, das ist am einfachsten und bequemsten.

    Hi Ben,


    es ist tatsächlich eines der noch nicht zufrieden stellend gelösten Probleme bei mir. Obwohl ich auf hohem Niveau klage. Wenn die Sicce normal läuft ist sie sehr leise. Nur, wenn die Luftleitung freigegeben wird fängt sie an laut zu werden und es kann teilweise Stunden dauern, bis sie wieder leise wird. Da habe ich einfach keine Lust drauf.

    Ideal wäre eine Pumpe mit Steuerleitung, wo man sich einen kleinen Arduinocontroller bauen kann, der zeitgesteuert alle 12 Stunden für ein oder zwei Minuten richtig pustet und dann wieder in den langsam fließenden Modus zurückschaltet.

    400 Euro für einen Medienfilter und sie setzen eine Pumpe für 20-30 Euro dran. ARRRRGH!!!

    Mit 50 Prozent SPS hast Du ja schon den Großteil Steinkorallen, wenn ich rechne, dass noch ein guter Teil LPS dazu kommt. Dann funktioniert so ein Konzept auch. Wichtig ist, dass es funktioniert, nicht, dass es ein Dogma erfüllen muss. :)


    So eine Tunze-Filterpatrone verwende ich auch manchmal, wenn ich richtig trübe Suppe im Aquarium habe durch viel Arbeiten, das ist aber nichts für die Dauer. Die Nero kenne ich leider nicht, aber in dieser Preisklasse kann ich die Tunze Stream 3 nur empfehlen, von der hörst Du absolut nichts. Sie ist gut zu reinigen und setzt sich auch nur sehr langsam mit Algen zu.

    Einziger Wermutstropfen ist, dass sie ein fetter Klotz ist, aber an der Leistung und Strömung gibt es nichts zu meckern. Im Augenblick reicht bei mir eine aus, um das Aquarium zu beströmen. Wenn die Korallen wachsen werden ich wohl eine zweite brauchen.

    Das Nyos Torq Dock kenne ich nicht, aber es ist einen Versuch wert. Wie gut es sich handhaben lässt muss man mit Wasser erst praktisieren und wie laut die Pumpe dröhnt merkt man auch erst im Betrieb mit der eigenen Technik und Umgebung. Ich habe bei mir den Magnetic System Filter im Einsatz, elend teuer und die Spülung funktioniert auch nicht ganz so richtig, die billigen Sicce-Pumpen sind auch nicht das leiseste. Wenn ich Zeit finde muss ich das System umstellen. Für den Preis nicht wirklich zufriedenstellen. Einzig der Wechsel von Filter und Material ist super einfach und praktisch. Aber vom Preis-Leistungs-Verhältnis dürfte der Nyos deutlich besser sein.


    Ich verwende seit Jahren selbstgebaute LED-Lampen für das Aquarium, die funktionieren sehr gut, wenn sie richtig konstruiert sind. Vor allem das Kühlkonzept muss gut überlegt sein.

    Hallo Markus,


    Versorgungssysteme, die aus drei Flüssigkeiten bestehen und die zu dosierende Menge am kH-Wert festmachen gibt es einige, darunter Triton Core7 und Ati Essentials. Alles auf der Grundlage von Balling. Meist sind sie auch mehr oder weniger auf Steinkorallenbecken ausgerichtet, da Ca und Mg nach kH zudosiert werden. In einem Becken mit vielen Weichkorallen wird weniger Ca, Mg verbraucht als in einem Steinkorallenbecken. Da reichert sich dann gerne mal Ca an.


    Wenn Du nicht auf ein Steinkorallenbecken aus bist wäre normales Balling vielleicht passender für so ein Becken. Dafür musst Du dann Wasserwechsel machen.


    Über den Abschäumer kann ich leider nichts beisteuern, ich kenne ihn leider weder aus eigener Erfahrung noch von Berichten anderer Aquarianer. Die billigen Eheimpumpen mag ich nicht so, ich habe leider keine leisen gesehen und sie fressen eine Menge Strom. Da die Pumpe 24 Stunden am Tag läuft zahlst Du den Preis über die Stromrechnung im Laufe der Zeit nach. Ist aber zumindest kein Show-Stop und kann einfach ersetzt werden, wenn man es leid ist.


    Bei "Filterung" mit Tunze Turbelle e-jet meintest Du wahrscheinlich Strömung mit Tunze Turbelle Stream/Nanostream. ;)

    Diese fand ich meist mittelprächtig. Ich hatte die 6105, 6055, 6084, 6015, so ganz leise sind die alle nicht. Vor allem man kann sich auf die Lautstärke einfach nicht verlassen. Haute leise, morgen laut am Rappeln. Nur von der Tunze Stream 3, der 6150 bin ich begeistert, die ist superleise, super Strömung und zuverlässig. Nicht ganz billig, aber einfach gut.


    Die 100x50x50 würde ich mit einer Prise Salz und Vorsicht genießen, insbesondere die Höhe von 50cm. Mein erstes Technikbecken war 50cm hoch und ich kam ständig ins Fluchen, weil der Platz über dem hohen Technikbecken einfach nicht ausreichte, um vernünftig im Technibecken arbeiten zu können. Den Abschäumer aus dem Becken zu holen war ein absoluter Kampf.

    Mein nächstes Becken war nur 40cm hoch und eine absolute Erleichterung. Diese 10cm zusätzlichen Arbeitsraum haben die Welt verbessert!


    Meine Rohre habe ich selbst verklebt, das geht ganz gut. Vorausgesetzt, man säubert die Kontaktflächen richtig, schneidet die Rohre mit einem Rohrtrenner sauber rechtwinklig ab und lässt die Verklebung lange genug ruhen. Ich habe nur 32mm Rohr genommen für alles, das hat genug Reserve, dass ich die volle Leistung meiner Speedy 80W da durchfegen lassen kann. Ich verwende übrigens ein Membranventil, weil sich dieses viel feinfühliger einstellen lässt als ein Kugelhahn.


    Mein Technikbecken habe ich mir zusammen mit meinem Becken von Ralf Lerbs kleben lassen, der sitzt in der Ecke von Frankfurt. Ich habe nur zwei Kammern im Technikbecken: Refugium und Technikabteil. Das setzt voraus, dass die Technik sauber funktioniert und der Wasserstand nicht schwankt.

    Es kommt viel darauf an, mit was für einem Versorgungssystem Du arbeiten möchtest. Bei Triton z.B. soll ein großes Refugium mit enthalten sein, was für ein Becken mit vielen Weichkorallen aber nicht so geeignet ist. Die wohl wichtigste Komponente im Technikbecken ist der Abschäumer, deshalb legt dieser viele Daten für das Technikbecken fest wie die Minimalmaße für das Abschäumerabteil, den Wasserstand, den Durchfluß durch das Technikbecken usw.


    Die Komponenten für ein Technikbecken sind:

    • Abschäumer
    • Rückförderpumpe
    • sehr empfohlen: Platz für Filter wie Aktivkohle, Phosphatadsorber
    • sehr empfohlen: Heizstab
    • empfohlen: Möglichkeit zur Filterung von Schwebepartikeln wie Detritus, Sand, Futterreste
      dies können im einfachen Fall ein Schwamm auf Lichtrasterplatte sein, optional mit Filterwatte
      empehlen würde ich aber einen Vliesfilter wegen der Automatisierung und Bequemlichkeit.
    • Osmosewasserbehälter, entweder Abteil im Technikbecken oder separater Kanister
    • Platz für Dosieranlage (Dosierpumpe mit Schläuchen und Dosierflüssigkeiten)
    • ausreichend groß, dass bei Stromausfall oder Abschalten der Rückförderpumpe das ablaufende Wasser aus dem Hauptbecken aufgefangen werden kann. Dies kann eine gehörige Menge Wasser sein bei schlechter Planung von Ablaufschacht und Verrohrung.

    Wie groß welches Abteil und welche Komponente sein sollten hängt von vielen Fragen ab. Wenn Du z.B. für drei Wochen die Möglichkeit haben möchtest in Urlaub zu fliegen und in dieser Zeit nur jemand ab und zu füttert, dann muss das Becken diese drei Wochen automatisch laufen können. Es müssen also Abschäumer, Dosierpumpen und Nachfüllwasser den Vorrat für drei Wochen fassen können.


    Wenn das Becken ohne Abdeckung betrieben wird verdunstet es pi mal Daumen etwa 4-5 Liter pro Tag, im Sommer kann es auch etwas mehr sein. 20 Tage 4l sind dann schon ein Vorrat von 80l, die bereit stehen müssen. Im normalen Betrieb reicht es meist aus, wenn der Vorrat eine Woche reicht, dann ist am Sonntag Aquarientag und es werden die notwendigen Wartungen vorgenommen und alles wieder aufgefüllt. Dann reichen 30l und für lange Zeiten kommt eine Regentonne aus dem Baumarkt zum Einsatz.


    Deshalb ist es notwendig zu wissen, für welche Möglichkeiten im Technikbecken Platz geschaffen werden soll und welche Technik dort untergebracht werden muss. Die ganze Planung sauber hinzubekommen ist nur möglich, wenn so viele Fragen wie möglich zum Einsatz bereits geklärt werden können.


    Hier ein Foto von meinem Unterbecken:

    2017-01-18-technikbeclkst1.jpg


    Verrohrung führt links gerade nach oben, Ablauf und Notablauf gehen mit Bögen an der Wand zum Algenrefugium und laufen dort herein. Ablaufkamm begrenzt das Refugium. Das Wasser läuft von rechts nach Links in die Abschäumerkammer, dort ist die Technik untergebracht: Heizstab, Rückförderpumpe, Filter und natürlich der Abschäumer. Über dem Refugium die Dosierpumpen, rechts neben dem Becken stehen die Dosierbehälter und nicht sichtbar noch weiter rechts der große 60l-Kanister mit dem Nachfüllwasser.


    Nicht unterschätzen sollte man auch den notwendigen Platz an den Wänden für Steckdosen, Controller und ähnliches.


    Du wirst nie ein Becken bekommen was perfekt alle Deine Wünsche erfüllt, irgendetwas ist immer nicht ganz ideal. Bei mir ist das z.B., dass die Controller an der Seite angebracht sind, da sind sie deutlich schlechter abzulesen als wenn sie an der Rückwand angebracht wären. Nur ist dort leider kein Platz mehr.

    Hallo Micha,


    dann lohnt es sich nicht, das auf andere Technik umzurüsten, da müsstest Du ja sämliche Technik außer den LEDs umtauschen. Vielleicht bei der nächsten Lampe. ;)

    Das wäre dann noch die Kür, so eine Dimmfunktion einzusetzen. Wie genau funktioniert die Timerfunktion, mit der Du die Kanäle steuerst? Könnte man da vielleicht noch etwas basteln?


    Normalerweise gehe ich mit Arduino oder Bluetwiled das Dimmen an. Da nehme ich aber auch KSQs, welche direkt einen Dimmport mitbringen, so dass der Arduino diesen Port zum Steuern nehmen kann.

    Bei so einer kleinen Lampe sollte das keine Katastrophe sein, wenn sie etwas weniger effizient ist. Mich würde eher interessieren, ob sie eine Zeitverlaufssteuerung hat und sich automatisch ein- und ausschaltet.